Brückenteam

Bei der langwierigen Behandlung von Leukämien oder Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen müssen regelmäßige ambulante Vorstellungen (1- bis 2-mal pro Woche) in den kinderonkologischen Zentren erfolgen. Für diese Termine benötigt das Kind und die Begleitperson (meist die Mutter) aufgrund der langen Anfahrt, der anfallenden Wartezeiten, dem eigentlichen Termin und der Rückfahrt häufig fast den ganzen Tag. Wenn dann noch z.B. die Betreuung von Geschwistern organisiert werden muss, bedeutet dieses enorme Belastungen für die ganze Familie.

Hier setzt das Projekt »KIKHomeCare« an.

Ziel ist es, den Kindern und Familien einen Teil der aufwendigen Fahrten in die kinderonkologischen Zentren zu ersparen. Stattdessen kommt eine qualifizierte Fachkraft/Kinderkrankenschwester zu den Familien nach Hause und entnimmt z.B. eine kleine Blutprobe per Fingerpieks. Gleichzeitig erhält sie einen Eindruck vom Allgemeinzustand des Kindes und kann eine gezielte Beratung anbieten. Zudem besteht über eine online-Plattform der direkte Kontakt zum behandelnden Arzt im kinderonkologischen Zentrum. Natürlich erfolgt bei jeder Auffälligkeit die Vorstellung in der Klinik. Auch die notwendigen, regelmäßigen Kontrollen finden weiter im spezialisierten Zentrum statt.

Durch die Arbeit des Brückenteams

• wird die Lebens- und Versorgungsqualität für Kinder und Jugendliche mit bösartigen Erkrankungen verbessert

• werden akute und chronische Therapiefolgen vermindert

• werden Heilungschancen durch die kontinuierliche und individuell-adaptierte Betreuung optimiert

• werden die Belastungen für Eltern und Geschwister von schwerkranken Kindern und Jugendlichen vermindert

• wird eine flächendeckende Versorgung im Rhein-Ruhr-Gebiet und im Bergischen Land sichergestellt

• werden ambulante und stationäre Versorgungsstrukturen an kinderonkologischen Zentren entlastet